Der Prozess zur Auswahl von Unternehmensberatungen

Studie zur Verbesserung des Beschaffungsprozesses von Beratungsdienstleistungen

Autoren: Knut Beyme, Gerd Bornmüller
ISBN: 978-3-937613-11-6
Preis: 50,00 €   (inkl. MwSt., versandkostenfrei innerhalb Deutschlands)
 


Die Studie zeigt den Entscheidungsprozess bei der Auswahl von Unternehmensberatern als Beschaffungsvorgang, der sehr unterschiedlich gestaltet werden kann. Verallgemeinerungen über den Einfluss der Unternehmensgröße oder der Branche der nachfragenden Unter-nehmen sind schwer zu treffen und nur schwach zu erkennen. Grund dafür ist vor allem die Tatsache, dass sowohl Anbieter- als auch Nachfragerseite dieses Marktes sehr heterogen sind. Ca. 2 Mio. Unternehmen in Deutschland stehen rund 80.000 Unternehmensberater gegenüber, die nur zum geringen Teil in den ca. 14.000 Beratungsgesellschaften organisiert sind. Darüber hinaus kann die Beratungsbeziehung in den verschiedensten funktionalen Bereichen aufgenommen werden.


Der Auswahlprozess selbst ist in den meisten Fällen durch eine schrittweise Reduktion möglicher Anbieter geprägt. Dabei fällt auf, dass auch in größeren Unternehmen häufig kein einheitlicher Beschaffungsprozess mit objektivierbaren Kriterien definiert wird. Dennoch ist die Zeitdauer von dem Entschluss, Berater zu beauftragen und der Entscheidung, welcher Anbieter der Beratungsleistung gewählt wird, relativ kurz, vergleicht man es z.B. mit dem Beschaffungsprozess von Investitionsgütern. In die Entscheidung einbezogen werden nur wenige Personen des Beratungsleistung nachfragenden Betriebes. Die endgültige Wahl trifft in aller Regel das Topmanagement.


Als entscheidungsunterstützende Hilfsmittel zum Vergleich von möglichen Unternehmensberatern kommen Scoring-Verfahren und Methoden der Investitionsrechnung in Betracht. Ca. ein Viertel der Unternehmen verwenden eine der beiden Methoden. Eine systematisierte Einbeziehung bisheriger Erfahrungen des eigenen Unternehmens mit den Erbringern der Beratungsdienstleistung, wie es bei Lieferanten von Sachgütern sehr verbreitet ist, findet nur sehr selten statt. Bei einigen Großunternehmen ist der Prozess zur Identifizierung von "Vorzugsberatern" jedoch bereits im Gange.


Der Einsatz von speziell qualifizierten Auswahlberatern nimmt zu. Entscheider erkennen zunehmend, daß der Beraterauswahlprozess Expertenwissen erfordert und Kosten reduziert werden können.


Erfahrene Auswahlberater können ebenso mithelfen, die Inanspruchnahme öffentlicher Fördermittel für Unternehmensberatung voran zu treiben, von deren Existenz über 2/3 der Unternehmen keine Kenntnis hat.



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